Import
Das Erdöl ist immer ein Importprodukt in Deutschland, da Deutschland nicht mehr das Glück hat, über Erdölfelder zu verfügen. In den Zeiten des 19. Jahrhunderts konnte Deutschland seinen Verbrauch an Erdöl, in der Regel bis zu 80% aus den eigenen Erdölfeldern aufbringen, und mussten nur die restlichen 20% importiert bekommen.
Heute hingegen muss sich Deutschland sein Erdöl immer importieren lassen. Deshalb ist der Preis für das Benzin, welches man an der Tankstelle kauft, auch höher, als wenn man in Deutschland selber das Erdöl fördern könnte. Denn die Kosten, die zusätzlich für die Einfuhr und dann auch noch für die Lagerung entstehen, werden immer an den Endverbraucher weitergegeben.
Erdölreserven sind über die ganze Welt verteilt. Und viele der Länder, die das Erdöl aus ihrem Land exportieren, für die ist es die wichtigste Einnahmequelle überhaupt. So ist es zum Beispiel mit den Ländern im Nahen Osten. Hier liegen mit die größten Erdölreserven der Welt. Die Abnahme durch die Länder, die keine eigenen Erdölreserven haben, ist immer eine wichtige Voraussetzung für die Länder, damit sie auch weiterhin genügend Erdöl fördern werden.
Auch viele Länder, die zu Arabien gehören, verfügen über große Flächen an Erdöl, die sie immer wieder zum Export aus ihrem Land nutzen. Denn so lässt sich für diese oft kleinen Länder, mit nur geringen Einkommen, auch noch ein bisschen was für ihre finanzielle Lage machen.
Die Preise, die Deutschland für den Import des Rohöls an die fördernden Länder bezahlen muss, wird immer auf ein Barrel Öl gerechnet. Ein Barrel ist die Maßeinheit, in der das Öl gemessen wird. Die Preise schwanken jedoch stetig, je nach Förderlage.